„Angst ist ein menschliches Grundgefühl (neben Trauer, Wut, Scham, Liebe und Freude), welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.“
(http://de.wikipedia.org/wiki/Angst)
Das steht in Wikipedia über Angst. Ich will schon lange einen Beitrag darüber schreiben, da ich Angst vor 5 Jahren persönlich kennengelernt habe. Am Anfang waren wir die größten Feinde, aber mit der Zeit sind wir zu den besten Freunden geworden. Unter Angst ist hier nicht die Angst vor Hunde, vor Schmerz, vor Feuer gemeint, sondern ein Gefühl, das aus dem Nichts kommt und genau so verschwindet. Herr Angst ist wirklich sehr launisch. Wenn es ihm danach ist, erscheint er in unserem Leben und versetzt uns in Panik. Wenn er sich langweilt, klopft er an der Tür um nachzuschauen, was auf ihn da wartet…als ein uneingeladener Gast kommt er einfach rein und fragt nicht mal was er darf und was nicht, weil er eben alles darf oder zumindest das, was wir ihn erlauben (darauf muss man nur kommen).

Am Anfang wollte ich ihn schnell wie möglich loswerden, wie man gewöhnlich mit Gästen macht, die nicht willkommen sind. Mit der Zeit habe ich aber festgestellt, dass ihn genau das reizt und ich bin freundlicher zu ihm geworden. Meine Tür war immer offen für ihn und auf dem Tisch stand immer etwas Süßes und Warmes für den „lieben“ Herr. Das hat ihn offensichtlich gelangweilt und er ist immer seltener vorbeigekommen. Mittlerweile weiß ich gar nicht wo er sich rumtreibt. Manchmal denke ich an ihn, aber immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Er kommt aber nicht. Bestimmt kommt er eines Tages wieder vorbei und die Kekse warten auf ihn – auf dem schön dekorierten Tisch neben die Tür.
Wieso ich so nett zu ihm bin? Man sagt ja, dass der Schritt zwischen Hass und Liebe ein ganz kleiner ist und das stimmt, da wir Menschen als gute Wesen geboren wurden. Die Gesellschaft, die Umstände machen uns so wie wir sind. Gut oder böse. Aber jeder kann zum seinen natürlichen Zustand zurückkehren, da wir von Natur aus gut sind… oder zumindest will ich daran glauben.
Haben wir keine Angst vor der Angst, da wir dann in einen Teufelskreis geraten, in eine sich immer wieder drehende Karosserie, aus der man sehr schwer aussteigen kann. Herr Angst kommt nicht zufällig. Er will uns mit seiner Anwesenheit etwas sagen. Wir müssen einfach darüber nachdenken und gut zuhören. Die Antwort liegt vor unseren Augen, aber meistens sind wir nicht bereit sie zu sehen und uns mit ihr zu konfrontieren.
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